S. xii–xv, Vorwort: Die Zukunft „wird gemacht, nicht vorhergesagt“. Das ist der direkte Anker für Poiesis als Hervorbringen von etwas, das vorher nicht existierte. Die Edison-Passage mit Versuch und Irrtum sowie dem Verhältnis von 90 % Transpiration zu 10 % Inspiration passt zu „Quantität vor Qualität“: Viele Varianten sind nötig, aber ohne Vision bleiben sie bloße Übung.
S. 12–15, Kapitel 1, die alternativen Küchen: Montfort spielt fünf radikal verschiedene Varianten eines einzigen Raums durch und räumt ein, dass manche bald albern wirken könnten. Daran lassen sich Divergenz, Kombination und Variation sowie Perspektivwechsel erkennen. Die Pointe auf S. 14–15 lautet: Technik hat ein soziales Leben, und wer neue Ideen will, muss die eigenen sozialen Annahmen verlassen.
S. 40–41, Kapitel 3, Ende: Auch unplausible Ideen sind nützlich. Sie entlarven die Gegenwart, erweitern den Möglichkeitsraum und holen das Denken „aus der Spur“. Also, eine theoretische Begründung für die Brainstorming-Regel, Bewertung aufzuschieben und wilde Ideen zuzulassen!
S. 152–153, Schlusskapitel: Diese Seiten funktionieren fast wie eine Checkliste. Gefragt wird nach der Perspektive (Weitwinkel oder ein Tag im Leben einer Person), nach dem Ort (Utopie als Verfremdung), nach dem Gerüst aus Prinzipien und nach der Übertreibung als legitimem Mittel.