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teaching:ba:create:ct102:semester-schedule:06-10-26 [2026/10/05 18:12] – [Seminaristischer Unterricht] Felix Hardmood Beckteaching:ba:create:ct102:semester-schedule:06-10-26 [2026/10/06 06:11] (current) – Felix Hardmood Beck
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 +====== Prelude ======
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 +  * Abstimmung zu Startzeiten (In den Kursen CT 101+102eine Stunde später anfangen und dafür eine Stunde länger machen?)
 +  * Orga für Freitag in zwei Wochen: Wie wollen wir den Zoom-Termin organisieren?
 +
  
 ====== Praktikum ====== ====== Praktikum ======
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       - Zunächst arbeitete Mondrian noch gegenständlich, etwa mit Landschaften und Bäumen. Seine Arbeiten wurden im Laufe der Zeit zunehmend abstrahiert und auf grundlegende visuelle Elemente reduziert.       - Zunächst arbeitete Mondrian noch gegenständlich, etwa mit Landschaften und Bäumen. Seine Arbeiten wurden im Laufe der Zeit zunehmend abstrahiert und auf grundlegende visuelle Elemente reduziert.
       - Ab 1917 war Mondrian eng mit der niederländischen [[extras:wissikon:to_sort:de-stijl|Künstlergruppe De Stijl]] verbunden. Gemeinsam mit [[extras:wissikon:to_sort:theo-van-doesburg|Theo van Doesburg]] entwickelte er Ideen einer radikal reduzierten, universellen Bildsprache.       - Ab 1917 war Mondrian eng mit der niederländischen [[extras:wissikon:to_sort:de-stijl|Künstlergruppe De Stijl]] verbunden. Gemeinsam mit [[extras:wissikon:to_sort:theo-van-doesburg|Theo van Doesburg]] entwickelte er Ideen einer radikal reduzierten, universellen Bildsprache.
-      - Sein künstlerischer Ansatz wird häufig als [[extras:wissikon:to_sort:neoplstizismus|Neoplastizismus]] bezeichnet: Gestaltung sollte auf elementare Formen, Farben und Beziehungen reduziert werden. +      - Sein künstlerischer Ansatz wird häufig als [[extras:wissikon:to_sort:neoplastizismus|Neoplastizismus]] bezeichnet: Gestaltung sollte auf elementare Formen, Farben und Beziehungen reduziert werden. Zentrales Gestaltungselement sind horizontale und vertikale Linien. Diagonalen und geschwungene Linien werden weitgehend vermieden. Die Linien bilden ein orthogonales Raster, durch das unterschiedlich große rechteckige Flächen entstehen. Die Rechtecke sind bewusst unterschiedlich proportioniert. Einige sind sehr groß, andere klein oder schmal. Dadurch entsteht trotz der einfachen Grundstruktur eine hohe visuelle Spannung. Die Kompositionen sind meist asymmetrisch. Es geht nicht um Spiegelung oder klassische Symmetrie, sondern um ein dynamisches Gleichgewicht unterschiedlich großer Flächen. Dabei arbeitet er mit einer extrem reduzierten Farbpalette: Rot, Gelb, Blau, Schwarz, Weiß (Rot, Gelb und Blau werden dabei als Primärfarben eingesetzt. Schwarz erscheint vor allem in den Linien beziehungsweise Flächenbegrenzungen, Weiß bildet große neutrale Flächen.) Nicht jedes entstandene Rechteck wird farbig ausgefüllt. Gerade das Verhältnis zwischen farbigen und weißen Flächen ist entscheidend für die jeweilige Komposition. Die Farben werden meist als klar abgegrenzte, homogene Farbflächen eingesetzt. Farbverläufe, Schatten oder räumliche Illusionen spielen praktisch keine Rolle. Entscheidend ist daher weniger das einzelne Rechteck als das Verhältnis aller Elemente zueinander: Größe, Position, Farbe, Abstand und Linienbreite erzeugen gemeinsam die Komposition.
-      - Zentrales Gestaltungselement sind horizontale und vertikale Linien. Diagonalen und geschwungene Linien werden weitgehend vermieden. +
-      - Die Linien bilden ein orthogonales Raster, durch das unterschiedlich große rechteckige Flächen entstehen. Die Rechtecke sind bewusst unterschiedlich proportioniert. Einige sind sehr groß, andere klein oder schmal. Dadurch entsteht trotz der einfachen Grundstruktur eine hohe visuelle Spannung. Die Kompositionen sind meist asymmetrisch. Es geht nicht um Spiegelung oder klassische Symmetrie, sondern um ein dynamisches Gleichgewicht unterschiedlich großer Flächen. Dabei arbeitet er mit einer extrem reduzierten Farbpalette: Rot, Gelb, Blau, Schwarz, Weiß (Rot, Gelb und Blau werden dabei als Primärfarben eingesetzt. Schwarz erscheint vor allem in den Linien beziehungsweise Flächenbegrenzungen, Weiß bildet große neutrale Flächen.) Nicht jedes entstandene Rechteck wird farbig ausgefüllt. Gerade das Verhältnis zwischen farbigen und weißen Flächen ist entscheidend für die jeweilige Komposition. Die Farben werden meist als klar abgegrenzte, homogene Farbflächen eingesetzt. Farbverläufe, Schatten oder räumliche Illusionen spielen praktisch keine Rolle. Entscheidend ist daher weniger das einzelne Rechteck als das Verhältnis aller Elemente zueinander: Größe, Position, Farbe, Abstand und Linienbreite erzeugen gemeinsam die Komposition.+
     - Aufgabe war es in P5.Js eigene Varianten zu bauen und mit diesen durch Einstellung verschiedener Parameter zu experimentieren.     - Aufgabe war es in P5.Js eigene Varianten zu bauen und mit diesen durch Einstellung verschiedener Parameter zu experimentieren.
       * Größe und Verhältnis der Flächen       * Größe und Verhältnis der Flächen
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     - Arbeiten aus der DokuBox werden an die Pinnwand montiert und vorgestellt     - Arbeiten aus der DokuBox werden an die Pinnwand montiert und vorgestellt
  
 +  * Referenzprojekt:
 +    * MIT Media Lab – Algorithmic Identity, TheGreenEyl + E Roon Kang, 2011 => https://www.thegreeneyl.com/mit-media-lab
  
 ===== Fazit ===== ===== Fazit =====
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 Genau darin liegt die Verbindung zu späteren Gestaltungsansätzen: Mondrian/De Stijl kann als frühes Beispiel für systematisches und regelbasiertes Gestalten verstanden werden – ein Prinzip, das sich in Grafikdesign, Rastersystemen, Interface Design und Computational Design wiederfindet. Genau darin liegt die Verbindung zu späteren Gestaltungsansätzen: Mondrian/De Stijl kann als frühes Beispiel für systematisches und regelbasiertes Gestalten verstanden werden – ein Prinzip, das sich in Grafikdesign, Rastersystemen, Interface Design und Computational Design wiederfindet.
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 +===== Hausaufgabe zur kommenden Woche: Mondrian in Motion ====
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 +Verwendet eine der Kompositionen aus Teilaufgabe A und entwickelt daraus ein dynamisches und interaktives System.
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 +Die bisher statische Komposition soll nun auf Eingaben reagieren. Verwendet beispielsweise:
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 +  * Mausposition
 +  * Mausklick
 +  * Tastatureingaben
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 +Durch diese Eingaben können Eigenschaften der Komposition verändert werden, beispielsweise:
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 +  * Position
 +  * Größe
 +  * Farbe
 +  * Flächenaufteilung
 +  * Sichtbarkeit
 +  * Bewegung
 +  * Geschwindigkeit
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 +Verwendet verschiedene Formen der Veränderung – auch in Kombination. Untersucht dabei, wie aus einer statischen Komposition ein System wird, dessen Erscheinungsbild nicht mehr vollständig festgelegt ist. Dokumentiert weiterhin Eure Skizzen, Scribbles und kurzen Aufzeichnungen und haltet unterschiedliche Versuche und Zwischenstände fest. Druckt Screenshots bzw. charakteristische Frames unterschiedlicher Zustände des finalen Sketches aus. Ergänzt den Link zum p5.js-Sketch.
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