Was beschreibt Miller's Law?
User können nicht unbegrenzt viele einzelne Informationseinheiten gleichzeitig im Kopf
halten. In digitalen Produkten wird das relevant, wenn Inhalte erinnert, verglichen oder
parallel verarbeitet werden müssen. Entscheidend ist dabei nicht nur die Menge, sondern
auch die Struktur der Information.
Für UX bedeutet das: Inhalte sollten so aufbereitet werden, dass sie in sinnvolle Gruppen
oder Schritte zerfallen. Statt viele lose Einzelteile gleichzeitig zu zeigen, hilft es,
Information in handhabbare Einheiten zu bündeln. Genau dieses Prinzip wird oft als
''Chunking'' bezeichnet.
Typische Anwendungsbeispiele
Lange Zahlenfolgen, Produktvergleiche, umfangreiche Formulare oder komplexe Navigationen
profitieren davon, wenn Informationen gruppiert werden. Eine Kreditkartennummer lässt sich
in Viererblöcken leichter erfassen als als ununterbrochene Zeichenkette. Ein Formular mit
mehreren Schritten wirkt verständlicher als eine sehr lange Eingabeseite. Vergleichstabellen
entlasten, weil Informationen nicht nur erinnert, sondern direkt gesehen werden können.
Miller's Law ist besonders dort relevant, wo User Inhalte merken, vergleichen oder mehrere
Zusammenhänge gleichzeitig verstehen müssen.