Creative Technologies – Bachelor-Kurs
Prof. Felix Beck, Leonie Winkelmann
WiSe 2026-27
Systemkarte
Systemtest
Spannend an den Arbeiten von Piet Mondrian ist vor allem, wie aus sehr wenigen Regeln ein komplexes Gestaltungssystem entstehen kann. Die gestalterischen Mittel sind stark reduziert: Rechtecke, horizontale und vertikale Linien sowie wenige Farben. Gerade diese Beschränkung macht sichtbar, wie wichtig jede einzelne Entscheidung wird.
Aus der Aufgabe lassen sich deshalb einige grundlegende Prinzipien ableiten: Reduktion, klare Regelsysteme, Variation, Proportion, Kontrast, asymmetrische Balance und Modularität. Die gleichen Bausteine können immer wieder neu kombiniert werden und erzeugen dadurch sehr unterschiedliche Kompositionen.
Interessant ist dabei weniger das einzelne Rechteck oder die einzelne Farbe als das Verhältnis der Elemente zueinander. Größe, Position, Abstand, Farbe und Gewichtung bestimmen gemeinsam die Wirkung.
Genau darin liegt die Verbindung zu späteren Gestaltungsansätzen: Mondrian/De Stijl kann als frühes Beispiel für systematisches und regelbasiertes Gestalten verstanden werden – ein Prinzip, das sich in Grafikdesign, Rastersystemen, Interface Design und Computational Design wiederfindet.
Verwendet eine der Kompositionen aus Teilaufgabe A und entwickelt daraus ein dynamisches und interaktives System.
Die bisher statische Komposition soll nun auf Eingaben reagieren. Verwendet beispielsweise:
Durch diese Eingaben können Eigenschaften der Komposition verändert werden, beispielsweise:
Verwendet verschiedene Formen der Veränderung – auch in Kombination. Untersucht dabei, wie aus einer statischen Komposition ein System wird, dessen Erscheinungsbild nicht mehr vollständig festgelegt ist. Dokumentiert weiterhin Eure Skizzen, Scribbles und kurzen Aufzeichnungen und haltet unterschiedliche Versuche und Zwischenstände fest. Druckt Screenshots bzw. charakteristische Frames unterschiedlicher Zustände des finalen Sketches aus. Ergänzt den Link zum p5.js-Sketch.