teaching:ma:wissenschaftliches-arbeiten
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| teaching:ma:wissenschaftliches-arbeiten [2026/09/11 06:38] – Felix Hardmood Beck | teaching:ma:wissenschaftliches-arbeiten [2026/10/14 11:32] (current) – Felix Hardmood Beck | ||
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| - | ====== Wissenschaftliches Arbeiten | + | ====== Wissenschaftliches Arbeiten |
| - | ===== Worum geht es? ===== | + | ===== Welche Prüfungsordnung gilt? ===== |
| - | In den Masterstudiengängen des Fachbereichs Elektrotechnik und Informatik erstreckt sich das wissenschaftliche Projekt über drei aufeinanderfolgende Semester. Es beginnt im Modul // | + | Die Struktur des wissenschaftlichen Arbeitens im Master hängt davon ab, nach welcher Prüfungsordnung das Studium absolviert wird. Vor Beginn der Bearbeitung muss daher zunächst geklärt werden, **für welche Prüfungsordnung die eigene Einschreibung gilt**. |
| + | |||
| + | Beide Varianten verfolgen das Ziel einer eigenständigen wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit einer aktuellen Fragestellung. Sie unterscheiden sich jedoch deutlich in zeitlichem Umfang, Projektstruktur, | ||
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| + | <WRAP left round important 50%> | ||
| + | **Bitte zuerst prüfen, nach welcher Prüfungsordnung studiert wird.** | ||
| + | |||
| + | * **PO (seit 2014):** Das wissenschaftliche Arbeiten erfolgt im Rahmen eines **einsemestrigen Seminar Master**. Das Thema wird **alleine bearbeitet**. | ||
| + | * **PO seit 2026:** Das wissenschaftliche Arbeiten erstreckt sich über **drei aufeinanderfolgende Semester**. Es beginnt mit dem Modul // | ||
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| + | ^ ^ **PO (seit 2014)** ^ **PO seit 2026** ^ | ||
| + | | **Dauer** | 1 Semester | 3 aufeinanderfolgende Semester | | ||
| + | | **Format** | //Seminar Master// | // | ||
| + | | **Gruppengröße** | Einzelarbeit | in der Regel 2–3 Studierende | | ||
| + | | **Schwerpunkt** | eigenständige wissenschaftliche Bearbeitung eines abgegrenzten Themas | Entwicklung, | ||
| + | | **Betreuung** | Betreuung innerhalb eines Semesters | kontinuierliche Begleitung über den gesamten Forschungsprozess | | ||
| + | | **Ergebnis** | wissenschaftliche Ausarbeitung und Präsentation | Forschungskonzept, | ||
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| + | ===== Variante A: Seminar Master – PO (seit 2014) ===== | ||
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| + | Das //Seminar Master// nach der **PO (seit 2014)** wird innerhalb eines Semesters bearbeitet. Das Thema wird **individuell und als Einzelarbeit** bearbeitet. Im Mittelpunkt steht die eigenständige wissenschaftliche Auseinandersetzung mit einer aktuellen Fragestellung aus Informatik, Elektrotechnik oder einem angrenzenden Forschungsgebiet. | ||
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| + | Im Unterschied zu einem Seminar auf Bachelor-Niveau steht nicht mehr primär die strukturierte Erschließung und Darstellung eines bestehenden Themenfeldes im Mittelpunkt. Erwartet wird vielmehr, dass aus dem aktuellen Forschungsstand eine **eigene, klar abgegrenzte wissenschaftliche Fragestellung** entwickelt und selbstständig bearbeitet wird. | ||
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| + | Die vorhandene Literatur bildet damit nicht das Ergebnis der Arbeit, sondern den Ausgangspunkt für eine eigenständige wissenschaftliche Argumentation. Studierende sollen relevante wissenschaftliche Arbeiten selbstständig identifizieren, | ||
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| + | Je nach Thema kann die Arbeit auch eine konzeptionelle, | ||
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| + | ==== Abgrenzung zum Seminar Informatik im Bachelor ==== | ||
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| + | Das //Seminar Informatik// | ||
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| + | ^ **Bachelor – Seminar Informatik** ^ **Master – Seminar Master** ^ | ||
| + | | wissenschaftliches Themenfeld erschließen | eigene wissenschaftliche Fragestellung entwickeln | | ||
| + | | grundlegende und aktuelle Literatur recherchieren | Forschungsstand gezielt und systematisch aufarbeiten | | ||
| + | | Ansätze strukturieren und vergleichen | Forschungslücke, | ||
| + | | vorhandene Forschung kritisch einordnen | eigene wissenschaftliche Position bzw. Argumentation entwickeln | | ||
| + | | Verständnis eines Forschungsfeldes demonstrieren | eigenständige wissenschaftliche Erkenntnisse oder Schlussfolgerungen erarbeiten | | ||
| + | | technische Zusammenhänge erklären | methodische und technische Entscheidungen wissenschaftlich begründen | | ||
| + | | Ergebnisse verständlich präsentieren | Ergebnisse wissenschaftlich verteidigen und kritisch diskutieren | | ||
| + | |||
| + | Die Abgrenzung erfolgt dabei nicht allein über den Umfang der Arbeit. Entscheidend ist insbesondere die **Qualität der wissenschaftlichen Eigenleistung**. Eine Arbeit im Masterseminar sollte deshalb nicht lediglich umfangreicher oder detaillierter sein als eine Bachelor-Seminararbeit, | ||
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| + | ===== Variante B: Wissenschaftliches Arbeiten – PO seit 2026 ===== | ||
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| + | In den Masterstudiengängen des Fachbereichs Elektrotechnik und Informatik erstreckt sich das wissenschaftliche Projekt | ||
| + | |||
| + | Die wissenschaftlichen Projekte werden in der Regel in **Gruppen von zwei bis drei Studierenden** bearbeitet. Die Gruppenarbeit ist dabei Teil des wissenschaftlichen Arbeitsprozesses: | ||
| + | |||
| + | Die Gruppengröße soll dabei zum jeweiligen Forschungsvorhaben passen. Eine Dreiergruppe ist insbesondere dann sinnvoll, wenn Umfang und Komplexität des Projektes eine entsprechende Aufgabenverteilung ermöglichen. Wenn ein Thema für drei Personen keinen ausreichenden wissenschaftlichen und praktischen Arbeitsumfang bietet, sollte nicht künstlich eine größere Gruppe gebildet werden. In diesem Fall sollte geprüft werden, ob ein anderes Thema gewählt oder eine bestehende Einzelperson bzw. Zweiergruppe ergänzt werden kann. | ||
| Im ersten Semester steht zunächst nicht die technische Umsetzung im Mittelpunkt, | Im ersten Semester steht zunächst nicht die technische Umsetzung im Mittelpunkt, | ||
| - | Im zweiten und dritten Semester wird dieses Forschungsvorhaben weitergeführt. Die geplante Untersuchung wird umgesetzt, ein technisches oder gestalterisch-technisches System entwickelt und anschließend systematisch untersucht und evaluiert. Die Ergebnisse werden wissenschaftlich dokumentiert, | + | Im zweiten und dritten Semester wird dieses Forschungsvorhaben weitergeführt. Die geplante Untersuchung wird umgesetzt, ein technisches oder gestalterisch-technisches System entwickelt und anschließend systematisch untersucht und evaluiert. Die Ergebnisse werden wissenschaftlich dokumentiert, |
| + | |||
| + | Damit entsteht über die drei Semester ein zusammenhängender Forschungsprozess von der ersten Literaturrecherche und Forschungsfrage bis zur praktischen Umsetzung, Evaluation und wissenschaftlichen | ||
| - | === Ablauf über drei Semester === | + | ==== Ablauf über drei Semester |
| - | Das wissenschaftliche Projekt | + | Das wissenschaftliche Projekt entwickelt sich schrittweise von der Forschungsplanung über die praktische Umsetzung bis zur Evaluation und wissenschaftlichen Aufarbeitung. |
| ^ ^ **1. Semester** ^ **2. Semester** ^ **3. Semester** ^ | ^ ^ **1. Semester** ^ **2. Semester** ^ **3. Semester** ^ | ||
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| | **Schwerpunkt** | **Forschungsprojekt entwickeln** | **Forschungsprojekt realisieren** | **Ergebnisse evaluieren und wissenschaftlich aufarbeiten** | | | **Schwerpunkt** | **Forschungsprojekt entwickeln** | **Forschungsprojekt realisieren** | **Ergebnisse evaluieren und wissenschaftlich aufarbeiten** | | ||
| | **Zentrale Aktivitäten** | Forschungsfeld eingrenzen \\ Research Papers und Related Work recherchieren \\ Forschungsfrage formulieren \\ Forschungsmethode auswählen \\ technischen Ansatz definieren \\ Projekt und Evaluation planen | geplantes Projekt praktisch umsetzen \\ technische Systeme, Software oder Prototypen entwickeln \\ ggf. bestehende Ansätze reproduzieren oder erweitern \\ Experimente und Evaluation vorbereiten \\ Projektverlauf dokumentieren | fachliche Arbeiten abschließen \\ Evaluation durchführen \\ Daten und Ergebnisse analysieren \\ Ergebnisse mit bestehender Forschung vergleichen \\ Limitationen und Future Work identifizieren \\ wissenschaftliches Paper erstellen \\ Review-Prozess und Konferenzbeitrag | | | **Zentrale Aktivitäten** | Forschungsfeld eingrenzen \\ Research Papers und Related Work recherchieren \\ Forschungsfrage formulieren \\ Forschungsmethode auswählen \\ technischen Ansatz definieren \\ Projekt und Evaluation planen | geplantes Projekt praktisch umsetzen \\ technische Systeme, Software oder Prototypen entwickeln \\ ggf. bestehende Ansätze reproduzieren oder erweitern \\ Experimente und Evaluation vorbereiten \\ Projektverlauf dokumentieren | fachliche Arbeiten abschließen \\ Evaluation durchführen \\ Daten und Ergebnisse analysieren \\ Ergebnisse mit bestehender Forschung vergleichen \\ Limitationen und Future Work identifizieren \\ wissenschaftliches Paper erstellen \\ Review-Prozess und Konferenzbeitrag | | ||
| - | | **Ergebnis** | Ausgearbeitetes | + | | **Ergebnis** | ausgearbeitetes |
| Ein wichtiges Prinzip ist dabei, dass nicht einfach ein technologischer Prototyp entwickelt wird. Der Prototyp dient vielmehr als Teil einer wissenschaftlichen Untersuchung. Entscheidend ist deshalb nicht nur, **was gebaut wurde**, sondern vor allem, **welche Forschungsfrage damit untersucht werden kann und welche Erkenntnisse aus der Untersuchung gewonnen werden können**. | Ein wichtiges Prinzip ist dabei, dass nicht einfach ein technologischer Prototyp entwickelt wird. Der Prototyp dient vielmehr als Teil einer wissenschaftlichen Untersuchung. Entscheidend ist deshalb nicht nur, **was gebaut wurde**, sondern vor allem, **welche Forschungsfrage damit untersucht werden kann und welche Erkenntnisse aus der Untersuchung gewonnen werden können**. | ||
| + | |||
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| + | ===== Gemeinsamer wissenschaftlicher Anspruch ===== | ||
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| + | Unabhängig von der Prüfungsordnung steht die eigenständige wissenschaftliche Bearbeitung eines Forschungsproblems im Mittelpunkt. | ||
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| + | Von Studierenden im Master wird erwartet, dass sie nicht lediglich bestehende Literatur zusammenfassen oder bekannte technische Lösungen reproduzieren. Vielmehr sollen sie aus dem bestehenden Forschungsstand eine eigene wissenschaftliche Fragestellung entwickeln, geeignete Methoden auswählen und die gewonnenen Ergebnisse kritisch einordnen. | ||
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| + | Auch bei Gruppenarbeiten bleibt die wissenschaftliche Eigenleistung wesentlich. Die gemeinsame Bearbeitung eines Projektes bedeutet nicht, dass Verantwortlichkeiten oder Beiträge unklar bleiben können. Die Beteiligung der einzelnen Gruppenmitglieder an Recherche, Konzeption, Umsetzung, Evaluation und wissenschaftlicher Aufarbeitung muss nachvollziehbar sein. | ||
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| + | Dazu gehören insbesondere: | ||
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| + | * eigenständige Eingrenzung eines Forschungsfeldes; | ||
| + | * systematische Recherche aktueller und grundlegender wissenschaftlicher Literatur; | ||
| + | * Identifikation einer relevanten offenen Frage, eines Problems oder einer Forschungslücke; | ||
| + | * Formulierung einer klaren und bearbeitbaren Forschungsfrage; | ||
| + | * Entwicklung einer nachvollziehbaren wissenschaftlichen Argumentationsstruktur; | ||
| + | * kritischer Vergleich unterschiedlicher Forschungsansätze und Positionen; | ||
| + | * begründete Auswahl geeigneter Methoden; | ||
| + | * eigenständige Interpretation und Einordnung der Ergebnisse; | ||
| + | * Reflexion von Grenzen, Unsicherheiten und offenen Fragen; | ||
| + | * Ableitung eigener Schlussfolgerungen und möglicher weiterer Forschung. | ||
| ===== Betreuung durch Prof. Felix Hardmood Beck ===== | ===== Betreuung durch Prof. Felix Hardmood Beck ===== | ||
| - | Prof. Felix Hardmood Beck bietet an Master Studierende | + | Prof. Felix Hardmood Beck bietet an, Masterstudierende |
| + | |||
| + | Bei Studierenden nach der **PO (seit 2014)** erfolgt die Betreuung im Rahmen des einsemestrigen //Seminar Master//. Das jeweilige Thema wird als Einzelarbeit bearbeitet. | ||
| + | |||
| + | Bei Studierenden nach der **PO seit 2026** kann die Begleitung | ||
| + | |||
| + | Die Zusammensetzung einer Gruppe sollte zur Fragestellung und zum Umfang des Projektes passen. Insbesondere bei Dreiergruppen muss sichergestellt sein, dass das Forschungsvorhaben genügend fachliche, technische und wissenschaftliche Tiefe für eine sinnvolle gemeinsame Bearbeitung bietet. Ist dies nicht gegeben, sollte eine andere Gruppenkonstellation oder ein anderes Thema gewählt werden. | ||
| + | |||
| + | Die betreuten Projekte liegen insbesondere an der Schnittstelle von **Technologie, | ||
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| Ein sinnvoller Ausgangspunkt ist in vielen Fällen ein bereits veröffentlichtes, | Ein sinnvoller Ausgangspunkt ist in vielen Fällen ein bereits veröffentlichtes, | ||
| - | Das Ziel besteht dabei nicht darin, ein Paper einfach nachzubauen. Zunächst wird untersucht, welche | + | Das Ziel besteht dabei nicht darin, ein Paper einfach nachzubauen. Zunächst wird untersucht: |
| + | |||
| + | * Welche | ||
| + | * Welche | ||
| + | * Wie war das technische | ||
| + | * Welche | ||
| + | * Welche | ||
| + | * Welche | ||
| Ausgehend davon kann ein eigenes Projekt beispielsweise eine bestehende Untersuchung reproduzieren, | Ausgehend davon kann ein eigenes Projekt beispielsweise eine bestehende Untersuchung reproduzieren, | ||
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| <WRAP center round box 90%> | <WRAP center round box 90%> | ||
| - | **Existing Research → Research Question → Extension → Prototype / Experiment → Evaluation → New Research Contribution** | + | **Existing Research |
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| - | |||
| Damit bleibt das Projekt eng mit existierender wissenschaftlicher Forschung verbunden und entwickelt gleichzeitig eine eigene Fragestellung. | Damit bleibt das Projekt eng mit existierender wissenschaftlicher Forschung verbunden und entwickelt gleichzeitig eine eigene Fragestellung. | ||
| + | |||
| + | ===== Eigenständiger wissenschaftlicher Beitrag ===== | ||
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| + | Ein Forschungsprojekt im Master muss nicht zwangsläufig zu einer grundlegenden neuen wissenschaftlichen Entdeckung führen. Erwartet wird jedoch ein klar erkennbarer eigener Beitrag zur Bearbeitung der jeweiligen Fragestellung. | ||
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| + | Dieser kann beispielsweise bestehen aus: | ||
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| + | * einer eigenständigen Systematisierung und vergleichenden Analyse bestehender Forschung; | ||
| + | * der Übertragung eines Forschungsansatzes auf einen neuen Kontext; | ||
| + | * der Reproduktion und kritischen Überprüfung eines bestehenden Ansatzes; | ||
| + | * dem Vergleich unterschiedlicher Methoden oder Technologien; | ||
| + | * einer eigenen experimentellen Untersuchung; | ||
| + | * der Entwicklung und Evaluation eines Forschungsprototyps; | ||
| + | * der Ableitung neuer Hypothesen oder Forschungsfragen aus bestehender Literatur. | ||
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| + | Entscheidend ist, dass nachvollziehbar wird, welcher Teil der Arbeit über die reine Wiedergabe bestehender Literatur oder die reine technische Umsetzung hinausgeht. | ||
| ===== Mögliche Forschungsthemen ===== | ===== Mögliche Forschungsthemen ===== | ||
| - | Die möglichen Projekte lassen sich unter der übergeordneten Forschungsrichtung **Context-Aware Interactive Environments** zusammenfassen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie vernetzte Geräte, Sensoren, Wearables und räumliche Computersysteme Informationen über Menschen, Objekte und ihre Umgebung erfassen und daraus neue Formen der Interaktion entwickeln können. Die Forschung bewegt sich damit an der Schnittstelle von **Technology + Interaction + Design + Context + Evaluation**. Technische Entwicklung wird dabei nicht als Selbstzweck verstanden, sondern als Werkzeug zur Untersuchung einer wissenschaftlichen Fragestellung. Die einzelnen Forschungsfelder überschneiden sich bewusst und können innerhalb eines Projektes miteinander kombiniert werden. | + | Die möglichen Projekte lassen sich unter der übergeordneten Forschungsrichtung **Context-Aware Interactive Environments** zusammenfassen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie vernetzte Geräte, Sensoren, Wearables und räumliche Computersysteme Informationen über Menschen, Objekte und ihre Umgebung erfassen und daraus neue Formen der Interaktion entwickeln können. |
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| + | Die Forschung bewegt sich damit an der Schnittstelle von: | ||
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| + | **Technology + Interaction + Design + Context + Evaluation | ||
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| + | Technische Entwicklung wird dabei nicht als Selbstzweck verstanden, sondern als Werkzeug zur Untersuchung einer wissenschaftlichen Fragestellung. Die einzelnen Forschungsfelder überschneiden sich bewusst und können innerhalb eines Projektes miteinander kombiniert werden. | ||
| ^ Forschungsfeld ^ Möglicher Fokus ^ Beispielhafte Forschungsfragen ^ Mögliche Technologien ^ | ^ Forschungsfeld ^ Möglicher Fokus ^ Beispielhafte Forschungsfragen ^ Mögliche Technologien ^ | ||
| | **Wearable Computing** | Technologien und Sensoren, die direkt am Körper getragen werden und Informationen über Aktivität, Bewegung oder Situation erfassen. | Wie können Wearables Aktivitäten oder Situationen erkennen? \\ Wie können Wearables mit ihrer Umgebung interagieren? | | **Wearable Computing** | Technologien und Sensoren, die direkt am Körper getragen werden und Informationen über Aktivität, Bewegung oder Situation erfassen. | Wie können Wearables Aktivitäten oder Situationen erkennen? \\ Wie können Wearables mit ihrer Umgebung interagieren? | ||
| | **Smart Devices** | Vernetzte physische Objekte, die ihre Umgebung wahrnehmen, Daten austauschen und auf bestimmte Situationen reagieren können. | Wie kann aus einem vernetzten Objekt ein sinnvolles Interface werden? \\ Wie können mehrere Geräte miteinander kooperieren? | | **Smart Devices** | Vernetzte physische Objekte, die ihre Umgebung wahrnehmen, Daten austauschen und auf bestimmte Situationen reagieren können. | Wie kann aus einem vernetzten Objekt ein sinnvolles Interface werden? \\ Wie können mehrere Geräte miteinander kooperieren? | ||
| - | | **Context-Aware Systems** | Systeme, die Informationen über Ort, Aktivität, Umgebung oder verfügbare Geräte berücksichtigen und ihr Verhalten entsprechend verändern. | Welche Informationen sind notwendig, um einen bestimmten Kontext zu erkennen? \\ Wie zuverlässig kann Kontext aus Sensordaten abgeleitet werden? \\ How can sensed context be transformed into meaningful interaction? | Sensor Fusion, Machine Learning, Computer Vision, Location Tracking, IoT | | + | | **Context-Aware Systems** | Systeme, die Informationen über Ort, Aktivität, Umgebung oder verfügbare Geräte berücksichtigen und ihr Verhalten entsprechend verändern. | Welche Informationen sind notwendig, um einen bestimmten Kontext zu erkennen? \\ Wie zuverlässig kann Kontext aus Sensordaten abgeleitet werden? \\ Wie kann erfasster Kontext in sinnvolle Interaktion übersetzt werden? | Sensor Fusion, Machine Learning, Computer Vision, Location Tracking, IoT | |
| | **Smart Buildings & Interactive Environments** | Gebäude und Räume als interaktive Systeme, die Nutzung und Veränderungen ihrer Umgebung erfassen und darauf reagieren. | Wie können Räume auf Anwesenheit oder Aktivitäten reagieren? \\ Wie können Informationen situationsabhängig im Raum vermittelt werden? \\ Wie kann Architektur Bestandteil eines Interfaces werden? | Occupancy Sensors, Environmental Sensors, Building Automation, Displays, Projection, Light, Audio | | | **Smart Buildings & Interactive Environments** | Gebäude und Räume als interaktive Systeme, die Nutzung und Veränderungen ihrer Umgebung erfassen und darauf reagieren. | Wie können Räume auf Anwesenheit oder Aktivitäten reagieren? \\ Wie können Informationen situationsabhängig im Raum vermittelt werden? \\ Wie kann Architektur Bestandteil eines Interfaces werden? | Occupancy Sensors, Environmental Sensors, Building Automation, Displays, Projection, Light, Audio | | ||
| | **Smart Campus & Smart City** | Übertragung vernetzter und kontextsensitiver Systeme auf größere räumliche Strukturen wie Campus, Quartier oder öffentlichen Raum. | Wie können verteilte Sensoren Nutzungsmuster eines Campus erfassen? \\ Wie können urbane Daten sichtbar und verständlich gemacht werden? \\ Welche neuen Interaktionen mit vernetzter Infrastruktur sind möglich? | IoT Networks, LoRaWAN, 5G/6G, Edge Computing, Environmental Sensors, Data Visualization | | | **Smart Campus & Smart City** | Übertragung vernetzter und kontextsensitiver Systeme auf größere räumliche Strukturen wie Campus, Quartier oder öffentlichen Raum. | Wie können verteilte Sensoren Nutzungsmuster eines Campus erfassen? \\ Wie können urbane Daten sichtbar und verständlich gemacht werden? \\ Welche neuen Interaktionen mit vernetzter Infrastruktur sind möglich? | IoT Networks, LoRaWAN, 5G/6G, Edge Computing, Environmental Sensors, Data Visualization | | ||
| Line 59: | Line 175: | ||
| Die Tabelle beschreibt bewusst keine fertigen Projektaufgaben. Die konkrete Forschungsfrage wird gemeinsam aus dem jeweiligen Interessensgebiet und dem aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand entwickelt. Ein oder mehrere geeignete Research Papers dienen dabei in der Regel als Ausgangspunkt, | Die Tabelle beschreibt bewusst keine fertigen Projektaufgaben. Die konkrete Forschungsfrage wird gemeinsam aus dem jeweiligen Interessensgebiet und dem aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand entwickelt. Ein oder mehrere geeignete Research Papers dienen dabei in der Regel als Ausgangspunkt, | ||
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