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Archetypische Phasen des Designprozesses

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Designprozesse können je nach Disziplin, Projekt und Aufgabenstellung sehr unterschiedlich aufgebaut sein. Im Rahmen des Studiums verwenden wir die vier archetypischen Phasen Discover!, Ideate!, Make! und Expose! als gemeinsame Orientierung, um unterschiedliche Aktivitäten innerhalb eines Gestaltungsprozesses zu strukturieren und den eigenen Arbeitsweg nachvollziehbar zu machen. Die Phasen beschreiben dabei ausdrücklich keinen starren oder linearen Ablauf, sondern einen iterativen Prozess, in dem sich einzelne Schritte überlagern und mehrfach durchlaufen werden können. Erkenntnisse aus Experimenten, Prototypen, Tests, Feedback oder Reflexion können jederzeit dazu führen, frühere Annahmen zu hinterfragen, zusätzliche Recherche durchzuführen, neue Ideen zu entwickeln oder bestehende Konzepte zu verändern. Der Designprozess ist deshalb weniger als feste Abfolge einzelner Arbeitsschritte zu verstehen, sondern als wiederholter Wechsel zwischen Verstehen, Entwickeln, Ausprobieren und Reflektieren. Vereinfacht lässt sich dieser Prozess als Discover! → Ideate! → Make! → Expose! beschreiben, wobei insbesondere innerhalb der Entwicklung kontinuierliche Schleifen aus Make → Test → Reflect → Iterate ↺ entstehen und bei Bedarf jederzeit zu früheren Phasen zurückgeführt werden kann.

Discover!
Verstehen und Einordnen
Ideate!
Möglichkeiten entwickeln
Make!
Ideen sichtbar und überprüfbar machen
Expose!
Prozess und Ergebnis kommunizieren
Ziel Aufgabenstellung, Kontext, Bedürfnisse, Probleme und Möglichkeiten verstehen. Unterschiedliche Ideen und Lösungsansätze entwickeln und den Lösungsraum öffnen. Ausgewählte Ideen konkretisieren, ausprobieren und überprüfbar machen. Designprozess und Ergebnisse verständlich strukturieren und kommunizieren.
Fokus Beobachten, recherchieren, analysieren, Zusammenhänge erkennen und Erkenntnisse verdichten. Explorieren, variieren, kombinieren, hinterfragen und auswählen. Entwickeln, prototypisieren, testen, reflektieren und iterieren. Auswählen, dokumentieren, präsentieren, erklären und reflektieren.
Mögliche Methoden Recherche, Beobachtung, Analyse, Interviews, Mapping, Problemdefinition, Design Challenges Brainstorming, Brainwriting, Mind Mapping, Skizzen, Storyboards, Szenarien, einfache Modelle Skizzen, Modelle, Mock-ups, Experimente, Prototypen, Scheme Design, Detailed Design, Testing Präsentation, Dokumentation, Critique, Feedback, Poster, Prozessdarstellung
Ergebnis Eine begründete Fragestellung bzw. ein klarer Ausgangspunkt für den weiteren Prozess. Unterschiedliche mögliche Lösungsansätze und eine begründete Auswahl für die Weiterentwicklung. Ein zunehmend konkreter Entwurf bzw. Prototyp, der getestet und weiterentwickelt werden kann. Eine nachvollziehbare Darstellung davon, wie sich Fragestellung, Prozess und Ergebnis entwickelt haben.
Iteration Neue Erkenntnisse können jederzeit zusätzliche Recherche oder eine neue Problemdefinition notwendig machen. Erkenntnisse aus Prototyping und Tests können jederzeit neue Ideen auslösen. Make → Test → Reflect → Iterate ↺; bei Bedarf zurück zu Ideate! oder Discover!. Feedback und Reflexion können neue Fragen aufwerfen und eine weitere Iteration auslösen.
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