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Table of Contents
Mediendesign-Projekt (BA)
Prof. Felix Beck, Leonie Winkelmann
WiSe 2026-27
Prelude
- Beispiele für Speculative Design und für Design for Conversations
Nick Monfort: The Future
Wir lesen gemeinsam einige Textpassagen aus dem Buch The Future (Nick Monfort, MIT Press, 20121)). Es geht darum zu sehen wie Ideen variieren können, sich Perspektiven verschieben und Bewertungen aufgeschoben werden.
- Wann ist eine absurde Idee nützlich, und wann wird Bewertung wieder notwendig?
- Wo liegt bei Montfort der Unterschied zwischen Vorhersagen und Hervorbringen (Poiesis)?
- S. xii–xv, Vorwort: Die Zukunft „wird gemacht, nicht vorhergesagt“. Das ist der direkte Anker für Poiesis als Hervorbringen von etwas, das vorher nicht existierte. Die Edison-Passage mit Versuch und Irrtum sowie dem Verhältnis von 90 % Transpiration zu 10 % Inspiration passt zu „Quantität vor Qualität“: Viele Varianten sind nötig, aber ohne Vision bleiben sie bloße Übung.
- S. 12–15, Kapitel 1, die alternativen Küchen: Montfort spielt fünf radikal verschiedene Varianten eines einzigen Raums durch und räumt ein, dass manche bald albern wirken könnten. Daran lassen sich Divergenz, Kombination und Variation sowie Perspektivwechsel erkennen. Die Pointe auf S. 14–15 lautet: Technik hat ein soziales Leben, und wer neue Ideen will, muss die eigenen sozialen Annahmen verlassen.
- S. 40–41, Kapitel 3, Ende: Auch unplausible Ideen sind nützlich. Sie entlarven die Gegenwart, erweitern den Möglichkeitsraum und holen das Denken „aus der Spur“. Also, eine theoretische Begründung für die Brainstorming-Regel, Bewertung aufzuschieben und wilde Ideen zuzulassen!
- S. 152–153, Schlusskapitel: Diese Seiten funktionieren fast wie eine Checkliste. Gefragt wird nach der Perspektive (Weitwinkel oder ein Tag im Leben einer Person), nach dem Ort (Utopie als Verfremdung), nach dem Gerüst aus Prinzipien und nach der Übertreibung als legitimem Mittel.
Overture…
Ergebnisse der Aufgabe 02 (Konzept)
Hausaufgabe zur kommenden Woche: Ausarbeitung von 5 Ideen
Auf Basis Ihrer Recherche entwickeln Sie nun unterschiedliche Ansätze für eine mögliche Intervention. In dieser Phase geht es ausdrücklich um Breite und Variation, noch nicht um die detaillierte Ausarbeitung einer einzelnen Idee.
Entwickeln Sie fünf deutlich voneinander unterscheidbare Ideen für „Public Pause“.
Die Ansätze können beispielsweise folgende Bereiche betreffen:
- Information und Orientierung
- Kommunikation und soziale Interaktion
- Unterhaltung und Medien
- Barrierefreiheit und Inklusion
- Sicherheit
- lokale Informationen und Community
- Mikro-Services
- Umwelt- und Mobilitätsdaten
- Verbindung zwischen Smartphone und öffentlichem Raum
- neue Formen des Wartens
Erstellen Sie eine Übersicht der fünf Ideen. Siehe auch dieses Beispiel. Für jede Idee erstellen Sie:
- Titel
- kurze Beschreibung mit maximal 350 Zeichen
- mindestens eine Handskizze (“Keyvisual”)/ mögliche weitere Visualisierungen der Nutzungssituation
- einige Schlagworte zur adressierten Zielgruppe
Die fünf Ideen werden im Kurs vorgestellt, diskutiert und bewertet. Ziel ist es, anschließend einen Ansatz für die weitere Bearbeitung auszuwählen.