Defokus-Kompensation bezeichnet beim Projection Mapping Verfahren, die Unschärfe ausgleichen, wenn Teile der Projektionsfläche außerhalb der optimalen Fokusebene liegen.
Das passiert besonders bei gekrümmten, schrägen oder dreidimensionalen Oberflächen: Ein Projektor kann nicht gleichzeitig alle unterschiedlich weit entfernten Bereiche perfekt scharf abbilden. Manche Teile erscheinen deshalb unscharf.
Die Kompensation versucht, das projizierte Bild rechnerisch so vorzubereiten, dass diese optische Unschärfe teilweise ausgeglichen wird. Dazu wird die Unschärfe des Projektor-Oberflächen-Systems modelliert und das Bild vor der Projektion entsprechend angepasst, etwa durch gezielte Schärfung oder inverse Filterung.
Kurz: Geometrische Kompensation korrigiert Form und Perspektive, radiometrische Kompensation Farbe und Helligkeit, Defokus-Kompensation die durch unterschiedliche Projektionsdistanzen entstehende Unschärfe.